Das Wesentliche in Kürze
- DeFi steht für „Decentralized Finance“ und beschreibt ein dezentrales Finanzsystem auf Basis der Blockchain-Technologie, das ohne Banken oder andere Vermittler funktioniert.
- Über dApps und Smart Contracts kannst du Finanzdienstleistungen wie Trading, Lending oder Yield Farming direkt nutzen.
- DeFi sorgt für einen globalen, transparenten und jederzeit verfügbaren Zugang zu Finanzanwendungen.
- Bei allen Vorteilen ist DeFi verglichen mit traditionellen Finanzdienstleistungen eher komplex. Weitere Risiken sind technische Fehler, Hacks und die – bei mit Kryptowährungen verbundenen Projekten – hohe Marktvolatilität.
- Der DeFi-Markt wächst jährlich um 68 % und entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil des globalen Finanzsystems.
- Mit BISON investierst du einfach, sicher und zuverlässig in Coins, die in direkter Verbindung mit DeFi-Anwendungen stehen.
Was ist DeFi (Decentralized Finance)?
DeFi, kurz für „Decentralized Finance“, beschreibt eine neue Art von digitalem Finanzsystem, das vollständig auf der Blockchain-Technologie basiert. Im Gegensatz zum traditionellen Finanzwesen (TradFi), bei dem Vermittler wie Banken und Finanzinstitute als Gatekeeper und Entscheidungsträger fungieren, arbeitet DeFi dezentral und ermöglicht Peer-to-Peer-Transaktionen (P2P) ohne Vermittler.
Der DeFi-Markt wächst seit Jahren stark. Zwischen 2026 und 2033 gehen Experten von 68 % jährlichem Wachstum aus, was einer Marktgröße von 1,4 Billionen US-Dollar im Jahr 2033 entspricht.
Wie funktioniert DeFi?
DeFi funktioniert über dApps (dezentrale Anwendungen), die auf einer entsprechenden Blockchain operieren – etwa auf der Ethereum- oder Solana-Blockchain. Dort werden Smart Contracts ausgeführt, die das Herzstück von DeFi bilden. Diese auf Basis festgeschriebener Parameter selbstausführenden Programme übernehmen die Rolle klassischer Finanzintermediäre wie Banken oder Börsen: Sie führen Transaktionen automatisch und ohne menschlichen Eingriff aus, sobald vordefinierte Bedingungen erfüllt sind.
dApps bieten dir gewissermaßen den Zugriff auf DeFi: Sie sind die Schnittstelle zwischen Nutzern und der Blockchain. Über diese Anwendungen kannst du direkt mit Protokollen interagieren, ohne beispielsweise ein Konto bei einer Bank eröffnen zu müssen. Stattdessen reicht in der Regel eine Krypto-Wallet, um Transaktionen zu starten, Vermögenswerte zu verwalten oder an DeFi-Anwendungen teilzunehmen.
Für welche Anwendungen wird DeFi verwendet?
DeFi wird für verschiedene Finanzdienstleistungen genutzt, vor allem für Kreditvergabe und -aufnahme (Borrowing und Lending), den klassischen Handel (über DEX, also dezentrale Börsen), das Yield Farming und für Stablecoins.
Diese und alle weiteren zentralen DeFi-Anwendungen im Überblick:
- Lending und Borrowing: Mit DeFi Lending (Kreditvergabe) und Borrowing (Kreditaufnahme) kannst du Kryptowährungen ohne Banken verleihen oder leihen. Dabei kannst du Zinsen verdienen oder Kredite aufnehmen, indem du Sicherheiten hinterlegst.
- Yield Farming: Beim Yield Farming kannst du Belohnungen und Gebühren verdienen, indem du Kryptowährungen in einem DeFi-Protokoll sicherst.
- Prognosemärkte: Es gibt auch DeFi-Anwendungen, über die du auf den Ausgang von Ereignissen wie Wahlen oder Sportveranstaltungen wetten kannst.
- Trading über dezentrale Börsen (DEX): Kryptowährungen können direkt zwischen Nutzern gehandelt werden – ohne zentrale Plattform.
- Stablecoins: Preisstabile Kryptowährungen spielen eine zentrale Rolle im DeFi-Ökosystem, etwa als Tauschmittel oder Sicherheit. In der BISON App kannst du beispielsweise den EURCV-Stablecoin handeln.
Welche Chancen und Risiken bietet DeFi?
Schon 2023 hat die Hamburg Commercial Bank in einer Studie ermittelt, dass DeFi die Chance hat, die Rolle von Finanzinstituten gänzlich neu zu definieren. Das Marktwachstum und die Vorteile von größtmöglicher Transparenz bis hin zu geringen Kosten unterstreichen diese Einschätzung. Gleichzeitig ist DeFi auch risikoreich, da die Funktionsweise rund um Smart Contracts und dApps gerade für „Standard-Bankkunden“ komplexer ist als klassische Finanzdienstleistungen.
Was sind die Vorteile von DeFi?
Der größte Vorteil von DeFi liegt in einem für alle Menschen weltweit offenen und transparenten Zugang zu Finanzdienstleistungen – oft schneller, flexibler, sicherer und unabhängiger als im traditionellen Finanzsystem.
- Zugang zu Finanzdienstleistungen: Im Gegensatz zum traditionellen Finanzwesen, das oft ein gewisses Vermögen oder den Zugang zu bestimmten Finanzinstituten voraussetzt, ermöglicht DeFi den Zugang zu Anlagen von überall auf der Welt – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit, du brauchst lediglich eine Internetverbindung.
- Vielzahl von digitalen Vermögenswerten: Mit DeFi kannst du in eine Vielzahl von digitalen Vermögenswerten, einschließlich Kryptowährungen, investieren, ohne den Weg über eine Bank oder ein anderes Finanzinstitut gehen zu müssen. Das eröffnet auch Menschen ohne Bankverbindung mehr Möglichkeiten.
- Transparenz: Durch den Wegfall von Zwischenhändlern und die Verwendung der Blockchain-Technologie sind alle Transaktionen nachvollziehbar. Im DeFi-Ökosystem interagieren verschiedene Anwendungen miteinander. So kannst du etwa Geld in ein DeFi-Lending-Protokoll einzahlen und Zinsen erhalten. Diese eingezahlten Gelder können dann als Sicherheiten weiterverwendet werden. Alle diese Vorgänge werden transparent auf der Blockchain aufgezeichnet.
- Sicherheit: DeFi-Anwendungen basieren auf dezentralen Netzwerken, in denen Transaktionen nicht nachträglich verändert werden können. Dadurch wird es für böswillige Akteure schwieriger, das System zu hacken oder auszunutzen.
Was sind die Nachteile von DeFi?
Durch die vollständige Dezentralisierung gibt es bei DeFi-Anwendungen niemanden, an den du dich wenden kannst, wenn etwas schiefgeht – zum Beispiel bei Smart-Contract-Exploits oder schlichtweg Hacks. Die Komplexität von DeFi bedeutet auch, dass das Verständnis für die Technologie und die Teilnahme daran anspruchsvoller ist als bei TradFi. Zudem gilt auch für DeFi-Projekte (wie für den gesamten Markt der Kryptowährungen und damit verbundene Produkte) ein erhöhtes Maß an Volatilität.
Während TradFi stark reguliert ist, befindet sich der rechtliche Rahmen für DeFi noch in der Entwicklung und unterscheidet sich je nach Region deutlich. In der EU soll die MiCAR-Verordnung Klarheit schaffen.