Kurzzusammenfassung
- Mit einem Hebel (Leverage) kannst du ein Vielfaches deines eingesetzten Kapitals am Markt handeln. Dadurch können sowohl Gewinne als auch Verluste verstärkt werden.
- Bei einer Long-Position setzt du auf steigende Kurse, indem du einen Vermögenswert kaufst und später teurer verkaufen möchtest.
- Eine Short-Position zielt dagegen auf fallende Preise ab und ermöglicht es, auch in sinkenden Märkten Gewinne zu erzielen.
- Hebel, Long- und Short-Positionen werden häufig im Derivatehandel kombiniert – etwa bei Perpetual Futures.
- Risikomanagement ist essenziell, da schnell hohe Verluste durch Marktvolatilität bei gehebelten Positionen entstehen.
Was ist ein Hebel im Trading?
Ein Hebel (Leverage) ist eine Technik, mit der du im Trading die potenziellen Renditen von Investitionen durch den Einsatz von Fremdkapital erhöhen kannst. Dank der Hebelwirkung kannst du dich stärker am Markt engagieren, als es mit deinem eigenen Kapital möglich wäre. Wichtig zu verstehen: Ein Hebel kann zwar die Gewinne erhöhen, aber auch die möglichen Verluste.
Wie funktioniert die Hebelwirkung?
Die Hebelwirkung wird in der Regel als Verhältnis 2:1, 3:1, 4:1 oder noch höher ausgedrückt. Dieses Verhältnis spiegelt die Menge der geliehenen Mittel (im Beispiel x2, x3 oder x4) im Verhältnis zu deiner eigenen Investition wider.
| Eingesetztes Kapital | Hebel | Positionsgröße | Marktbewegung | Einfluss auf dein Kapital |
|---|---|---|---|---|
| 1.000 € | x1 | 1.000 € | +10 % | +100 € (+10 %) |
| 1.000 € | x2 | 2.000 € | +10 % | +200 € (+20 %) |
| 1.000 € | x5 | 5.000 € | +10 % | +500 € (+50 %) |
| 1.000 € | x1 | 1.000 € | -10 % | -100 € (-10 %) |
| 1.000 € | x2 | 2.000 € | -10 % | -200 € (-20 %) |
| 1.000 € | x5 | 5.000 € | -10 % | -500 € (-50 %) |
Beispiel für Hebelwirkung
Angenommen, du nutzt eine Hebelwirkung von 2:1 bei einer (Krypto-)Investition von 1.000 €. Das bedeutet, du kontrollierst eine Position von 2.000 € im Markt. Wenn der Preis des zugrundeliegenden Vermögenswerts, in diesem Fall der Kryptowährung, um 10 % steigt, beträgt dein Gewinn 200 € (10 % von 2.000 €). Das verdoppelt effektiv den Gewinn, den du mit deinem eigenen Kapital allein erzielt hättest, abzüglich der Kosten für die geliehenen 1.000 € und den Handel.
Mögliche Verluste beim Einsatz von Hebeln
Während die Hebelwirkung Gewinne vergrößern kann, erhöht sie auch das Potenzial für Verluste. Wenn sich der Markt um 10 % gegen deine Position bewegt, verlierst du 200 €, was einem Verlust von 20 % deiner ursprünglichen Investition von 1.000 € entspricht. Ein Hebel verstärkt also nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste.
Kosten bei Hebelpositionen
Der Handel mit Hebelprodukten ist komplexer als der ohne Leverage. Du musst mit folgenden Kosten rechnen:
- Trading-Gebühren und Spread: Gebühren für das Öffnen und Schließen einer Position sowie der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis (Spread). Diese Kosten fallen im Normalfall auch bei jeder ungehebelten Position an – außer Anbieter bieten kostenlosen Handel an. Bei BISON etwa zahlst du keine Handelsgebühren und nur den marktüblichen Spread.
- Finanzierungsgebühren (Funding Rate): Bei Perpetual Futures [JG1.1]etwa werden regelmäßig Zahlungen zwischen Long- und Short-Positionen ausgeglichen.
- Liquidationskosten: Wird eine Position liquidiert, können zusätzliche Gebühren entstehen.
Im Zusammenhang mit Hebeln fällt immer wieder auch der Begriff Margin. Dabei handelt es sich um eine Art Sicherheitsleistung, die du bei der Eröffnung einer gehebelten Position hinterlegen musst. Reicht deine Margin aufgrund von Verlusten nicht mehr aus, kann deine Position automatisch liquidiert werden.
Was ist eine Long-Position?
Bei einer Long-Position kaufst du einen Vermögenswert, zum Beispiel Bitcoin, mit der Erwartung, dass sein Wert im Laufe der Zeit steigen wird. Steigt der Preis tatsächlich, kannst du die Position später zu einem höheren Preis schließen und erzielst einen Gewinn.
Beispiel für eine Long-Position
Wenn du etwa via BISON zehn Solana zu je 100 € kaufst, also insgesamt 1.000 €, und der Coin auf 120 € steigt, wäre deine Investition nun 1.200 € wert. Verkaufst du deine Solana-Position anschließend, war deine Long-Position erfolgreich und du hast 200 € Gewinn (vor Gebühren) erzielt.
Was ist eine Short-Position?
Bei einer Short-Position setzt du darauf, dass der Wert eines zugrundliegenden Assets etwa einer Kryptowährung fällt. Fällt der Preis tatsächlich, kannst du die Position später zu einem niedrigeren Preis schließen und erzielst einen Gewinn. Solche Handelsstrategien werden häufig über Derivate umgesetzt, etwa über Perpetual Futures, die du auch bei BISON handeln kannst. Verlinken, sobald möglich. Falls der Artikel davor live geht, kann der gesamte letzte Satz erstmal weggelassen und später ergänzt werden.
Beispiel für eine Short-Position
Angenommen, du eröffnest eine Short-Position auf Solana, als der Preis bei 100 € liegt. Fällt der Kurs anschließend auf 80 €, kannst du deine Position zu diesem niedrigeren Preis schließen. Die Differenz von 20 € pro Coin entspricht deinem Gewinn aus der Short-Position vor möglichen Gebühren.
Wie hängen Hebel, Long und Short zusammen?
Hebel, Long- und Short-Positionen werden im Trading häufig miteinander kombiniert. Eine Long-Position setzt auf steigende Preise, während eine Short-Position auf fallende Preise abzielt. Der Hebel bestimmt dabei, wie stark sich Preisbewegungen auf deinen Gewinn oder Verlust auswirken.
| Position | Marktentwicklung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Long | Preis steigt | Gewinn |
| Long | Preis fällt | Verlust |
| Short | Preis fällt | Gewinn |
| Short | Preis steigt | Verlust |
Die Nutzung von Hebelwirkung in Verbindung mit Long- oder Short-Positionen gibt dir also die größtmögliche Flexibilität beim Handel von Vermögenswerten wie Kryptowährungen beziehungsweise Finanzprodukten, denen Bitcoin & Co. zugrundeliegen. Du kannst damit in jeder Marktphase deinen Einsatz vervielfachen und so Gewinne um ein Vielfaches steigern. Gleichzeitig erhöhst du bei Hebelpositionen aber auch das Risiko eines höheren Verlusts, was eine gute Risikomanagementstrategie wichtig macht.
Ein Beispiel dafür war der Krypto-Marktrückgang im Oktober 2025. In kurzer Zeit fielen die Preise vieler Kryptowährungen deutlich. Trader mit gehebelten Long-Positionen konnten dabei schnell hohe Verluste erleiden. Rund 19 Milliarden US-Dollar an gehebelten Krypto-Positionen wurden liquidiert. Short-Positionen hingegen hätten von den fallenden Kursen profitiert.