Krypto-Risikomanagement: Alle Risiken und 5 Strategien im Überblick

Inhaltsverzeichnis

Kurzzusammenfassung

  • Der Krypto-Markt schwankt stark, besonders bei kleineren Coins mit geringer Marktkapitalisierung sind hohe Volatilität und geringe Liquidität bei niedrigem Handelsvolumen riskant
  • Auch psychologische Faktoren wie FOMO, Panikverkäufe oder Overtrading sind Risiken für Krypto-Händler
  • Beim Staking droht neben eingeschränkter Verfügbarkeit auch das Slashing-Risiko
  • Strategien wie Diversifikation, Stop-Loss-Orders und fundierte Coin-Analysen helfen, diese Krypto-Risiken zu reduzieren
  • Regulierte und sichere Plattformen für den Krypto-Handel wie BISON können sicherheitstechnische Risiken eingrenzen

Welche Risiken gibt es im Krypto-Handel?

Das größte Risiko im Krypto-Handel ist die hohe Volatilität. Das gilt nicht unbedingt für Bitcoin und große Altcoins wie Ethereum und Solana, sondern vor allem für Kryptowährungen mit kleinerer Marktkapitalisierung. Auch durch geringe Liquidität im Markt ausgelöst sind starke Kursschwankungen an der Tagesordnung. So sind im Krypto-Handel schnelle Verluste (und auch Gewinne) möglich. 

Ein Überblick über sechs größten Risiken für Krypto-Händler und -Investoren: 

  1. Hohe Volatilität: Krypto-Kurse können innerhalb kurzer Zeit stark steigen oder fallen. Die annualisierte Volatilität liegt bei rund 54 %, Aktien zum Vergleich bei 10,5 %. Das macht Prognosen schwer und erhöht das Verlustrisiko, wenn du kurzfristig handelst.
  2. Niedrige Liquidität: Bei Coins mit geringem Handelsvolumen (zum Beispiel nur 200.000 € in 24 Stunden) kann es schwer sein, größere Mengen zu kaufen oder zu verkaufen, ohne den Kurs stark zu beeinflussen. Das erhöht das Risiko von Slippage, also der Differenz zwischen deinem erwarteten und dem tatsächlichen Kauf- oder Verkaufskurs.
  3. Fehlende Sicherheit: Wallet-Zugänge, Seed Phrases, Private Keys – es gibt für Krypto-Händler viele wichtige Informationen, die bei mangelndem Schutz ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen, entweder seitens des Brokers oder für deine Coins persönlich. Auch Phishing und Hacks von Plattformen zählen zu den Sicherheitsrisiken. Für BISON Kunden haben wir hier 10 Tipps, wie du dein Krypto-Account schützt.
  4. Unregulierte Anbieter: Bei Plattformen, die nicht reguliert und überwacht werden, werden häufig keine ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt. Im schlimmsten Fall verschwinden solche Plattformen über Nacht – samt deiner Krypto-Investments. BISON etwa hat sich verpflichtet, sich an die Transfer of Funds Regulation halten und wird so überwacht.
  5. Einfluss von „Walen“: Krypto-Großinvestoren (englisch „Whales“, also Wale) sind Investoren mit großen Mengen an Coins, bei Bitcoin gelten 1.000 BTC oft als Grenze). Sie können mit wenigen Transaktionen den Kurs stark bewegen. Das macht den Markt anfällig für Manipulationen oder plötzliche Richtungswechsel.
  6. Technische Risiken: Fehlerhafte Smart Contracts, Netzwerkprobleme oder technische Bugs in Wallets (und ganzen Krypto-Börsen) können zu unerwarteten Verlusten führen.
MiCAR
Die Markets in Crypto-Assets Regulation – besser bekannt unter der Abkürzung MiCA oder MiCAR – soll dich als Verbraucher vor Risiken im Zusammenhang mit dem Kryptohandel schützen. BISON ist ein auf Basis von MiCAR regulierter Anbieter, der den Vorgaben der EU für Kryptowährungsdienstleister entspricht. MiCAR ist seit Anfang 2025 anwendbar und regelt die Anforderungen an Anbieter in der gesamten EU.

Psychologische Risiken im Krypto-Handel 

Neben den genannten „harten“ Risiken gibt es auch vier „weiche” Risikofaktoren im Krypto-Handel. Dazu zählen vor allem psychologische Dynamiken wie FOMO (Fear of Missing Out) und Overtrading.

RisikoBeschreibung
FOMO (Fear of Missing Out)Angst, starke Kursbewegungen zu verpassen, führt oft zu unüberlegten Käufen in Hype-Phasen
PanikverkäufeStarke Kursrückgänge erzeugen Stress und zittrige Hände, oft wird dann aus Angst vor großen Verlusten verkauft
OvertradingHäufiges, unüberlegtes Handeln von Coins ohne klare Strategie, das Gebühren frisst und auf Dauer nicht erfolgreich(er) ist (als „HODL“)
Confirmation BiasNur Informationen, die die eigene Meinung bestätigen, werden wahrgenommen, Risiken werden ausgeblendet

Exkurs: Risiken beim Staking

Bei BISON kannst du Kryptowährungen wie Ethereum staken. Das verspricht ähnlich wie Zinsen bei Geldanlagen oder Dividenden bei Aktieninvestments laufende Erträge, birgt aber auch Risiken. Wenn du Coins stakst, gibst du sie an ein Netzwerk (etwa Ethereum) ab und kannst während der Sperrfrist oft nicht darüber verfügen.

Slashing-Risiko
Beim Staking können Validatoren bestraft werden, wenn sie gegen die Regeln des Netzwerks verstoßen. Dieses sogenannte Slashing führt dazu, dass ein Teil der hinterlegten Coins dauerhaft gelöscht oder einbehalten wird. Wenn du deine Coins also zur Verfügung stellst, kannst du ebenfalls bestraft werden – obwohl du nicht direkt einen Fehler gemacht hast.
Hinweis zum Staking-Service:
Bitte beachte, dass dieser Service derzeit nicht unter MiCAR reguliert ist und nicht den durch EU-Vorschriften etablierten Schutz und die Aufsicht bietet. Ausführliche Risikohinweise zum Staking befinden sich in Staking-Sonderbedingungen.

5 Risikomanagement-Strategien für Investoren und Trader im Krypto-Markt 

Markt Um diese Risiken abzufedern, gibt es eine ganze Reihe an Risikomanagement-Strategien für Trader. Wichtig ist: Diversifiziere dein Krypto-Portfolio, setze also nicht alles auf einen Coin und informiere dich vor jedem Kauf. Zudem kannst du, gerade, falls du öfter handelst, mit Stop-Loss- und Take-Profit-Orders arbeiten. Wer weniger oft handelt, profitiert mit einem Sparplan vom Cost-Average-Effekt.

1. Breite Streuung – mehr Sicherheit

Allgemein wird empfohlen, dein Krypto-Budget auf mehrere Coins zu verteilen, statt alles auf einen Coin zu setzen. Eine breite Streuung (Diversifikation) über verschiedene Kryptowährungen reduziert das Risiko, beim Kursrückgang eines einzelnen Coins stark betroffen zu sein.

2. Stop-Loss und Take Profit

Mit bestimmten Order-Typen beim Kauf von Bitcoin & Co. kannst du dich besser gegen rapide Kursverluste absichern, sicherst aber auch Gewinne. Hier hast du etwa bei BISON vor allem zwei Möglichkeiten:

  • Mit Stop-Loss-Orders legst du zum Zeitpunkt der Order fest, bei welchem Kurs ein automatischer Verkauf erfolgen soll. So sicherst du dich gegen starke Verluste ab.
  • Take-Profit-Orders helfen dir, Gewinne rechtzeitig mitzunehmen, bevor der Kurs wieder dreht.

3. Coins vor dem Kauf analysieren

Prüfe, ob ein Coin seriös, sinnvoll und langfristig relevant ist. Achte gerade bei spekulativeren und neuen Kryptowährungen auf das Whitepaper, das Entwicklerteam, die Tokenomics und bei welche realen Anwendungsfälle es gibt. Wer blind kauft, läuft Gefahr, auf Hype-Projekte oder Scam (Betrug) hereinzufallen. Ein berühmtes Beispiel ist etwa OneCoin von Ruja Ignatova.

4. Risikomanagement-Tools nutzen

Viele Plattformen bieten Tools wie Kursalarme (auch bei BISON verfügbar), Portfolio-Übersichten oder Risikobewertungen. Teils gibt es auch dezidierte Anbieter, die Krypto-Analysen ermöglichen – Beispiele sind Messari oder Coin Dance.

5. Sparplan nutzen

Mit einem Sparplan investierst du regelmäßig – und bei BISON automatisiert in individuell wählbaren Intervallen – in Kryptowährungen. Das streut dein Risiko über die Zeit, du profitierst vom sogenannten Cost-Average-Effekt, dem Durchschnittskosteneffekt.

 

Ein konkretes Beispiel zum besseren Verständnis: Angenommen, du investierst mit einem Sparplan jeden Monat 100 € in Solana.

  • Im Monat 1 liegt der Kurs bei 150 €, du erhältst 0,67 SOL.
  • Im Monat 2 fällt der Kurs auf 75 €, du erhältst 1,33 SOL.
  • Im Monat 3 steigt er auf 100 €, du erhältst 1 SOL.

Nach drei Monaten hast du 300 € investiert und insgesamt drei Coins gekauft. Dein Durchschnittskurs liegt bei 100 € pro SOL – obwohl der Kurs zwischendurch bei 150 € stand. 

Quellen

Der Inhalt dieses Artikels dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz-, Investitions-, und/oder Handelsberatung dar. Wir empfehlen dir dringend, die notwendigen Nachforschungen anzustellen, bevor du eine Anlage-, Investitions- und/oder Handelsentscheidung triffst. Bitte beachte, dass man von der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf zukünftige Ergebnisse schließen kann.

Eine Haftung der Gruppe Börse Stuttgart und ihren Tochtergesellschaften für den Artikel ist ausgeschlossen.

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