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Anonyme Frau mit Bitcoin-Münze

Bitcoin ist nicht anonym sondern pseudonym

Der Bitcoin hat ein Imageproblem. Den der Bitcoin sei, so ein Teil der Öffentlichkeit, das bevorzugte Geldmittel für Straftäter, da diese die Anonymität der Kryptowährungen für illegale Geldtransfers nutzen. Vorurteile lassen sich bekanntlich nur schwer ausräumen, aber eines ist klar: Der Bitcoin ist transparenter als alles, was wir bisher an Transfermöglichkeiten für monetäre Werte gesehen haben. Dass der Bitcoin die perfekte Tarnung sei, das ist eine urbane Legende. Hier mehr darüber, warum das so ist.

Die Anonymität des Bitcoin ist ein Missverständnis

Eines der hartnäckigsten Missverständnisse über den Bitcoin ist die Sache mit der Anonymität. Dass mit dem Bitcoin die Herkunft und der Besitz riesiger, vielleicht illegal erworbener Vermögen verschleiert werden kann, erscheint der Öffentlichkeit als potenziell gefährlich. Erpresser, die Unternehmen online ausspähen und durch Hackingaktivitäten lahmlegen, um dann Zahlungen in Bitcoin zu verlangen, sind ein beliebtes Feindbild. Abgeschottete Online-Marktplätze, auf denen illegale Waren gehandelt werden, weil die Zahlungswege verschleiert werden können, bilden ein weiteres Horrorszenario. Die Tatsache also, dass die Bitcoin-Technologie den Transfer von Vermögenswerten erlaubt, ohne dass den Zahlungsverkehr kontrollierende Institutionen wie Banken beteiligt sind, wird als Einfallstor für kriminelle Aktivitäten begriffen. Das passiert zwar und ist daher in Teilen berechtigt, beruht aber auf einem Missverständnis. Denn tatsächlich sind der Bitcoin und alle Transaktionen mit ihm extrem transparent. Das ist Teil der Blockchain-Technologie, auf der der Bitcoin basiert.

Die Bitcoin-Blockchain ist eine öffentliche und transparente Datenbank

Was viele Nutzer nicht realisieren: Im Prinzip ist der Bitcoin eine einzige Datenbank. Ein Bitcoin ist weder eine Münze, noch ein Wertschein, noch ein Unternehmensanteil. Ein Bitcoin ist ein Eintrag in der Bitcoin-Blockchain, einer Datenbank, in dem dokumentiert ist, wer sich gerade in Besitz von wie viel Bitcoin befindet.

 

Diese Datenbank ist aktuell etwa 250 GB groß und wird dezentral auf tausenden Rechnern permanent aktualisiert. Darin sind alle jemals ausgeführten Transaktionen mit dem Bitcoin verzeichnet, gespeichert und für alle Zeiten öffentlich zugänglich. Daher lässt sich leicht herausfinden, auf welchen Adressen von Bitcoin-Wallets gerade wie viele Bitcoin liegen. Ein Bitcoin-Wallet kann man sich vorstellen als eine Art gesicherter Briefumschlag, in dem sich alle “private keys” befinden. Diese “Privaten Schlüssel” bestehen aus einer langen Reihe von Zahlen und Buchstaben. Mit diesen Schlüsseln kann man über seine Bitcoin verfügen. Ohne sie nicht. Ein Wallet ist also sozusagen ein digitales, virtuelles Portemonnaie oder Bankkonto.

Transparenz der Bitcoin-Blockchain ermöglicht Strafverfolgung

Alle Ein- und Ausgänge von allen existierenden Wallets sind in der Bitcoin-Datenbank jederzeit transparent abrufbar. Das hat schon bei verschiedenen Anlässen zu speziellen, eben Bitcoin-typischen Phänomenen geführt. So wurden die Transfers von tausenden Bitcoin, die auf schlecht verwalteten Handelsplattformen durch kriminelle Aktivitäten gestohlen wurden, quasi live von der Bitcoin-Community mitverfolgt. Es konnte genau dokumentiert werden, auf welche Konten das Diebesgut angewiesen wurde und welchen Weg sie dann durch das Internet nahmen. Das alles ist transparent in der Bitcoin-Datenbank auslesbar. Diese Informationen müssen dort hinterlegt werden, sonst wären wie gesehen die Transaktionen und die darauf beruhenden Besitzverhältnisse nicht vollzogen.

 

Erst jüngst konnten Ermittler des FBI auf der Basis dieser Informationen einen großen Erfolg bei der Strafverfolgung verzeichnen. Es gelang ihnen, einen internationalen Ring von Kriminellen zu sprengen. Die Zahlungen dieses Rings wurden in Bitcoin abgewickelt. Die Täter fühlten sich damit offenbar ausreichend geschützt. Wie immer wurden jedoch alle Transaktionen in der öffentlichen Bitcoin-Blockchain verzeichnet. Es gelang den Ermittlern, eine der Adressen zu entschlüsseln, bzw. einer konkreten Person zuzuordnen. Davon ausgehend wurden dutzende Straftäter enttarnt, die sich mit Bitcoin ihre illegalen Geschäfte untereinander bezahlt hatten. Diese Informationen in der Bitcoin-Blockchain wurden als Beweise für ihre Straftaten ausgewertet. Die Verdächtigen hatten sich auf die vermeintliche Anonymität der Bitcoin-Blockchain verlassen. Dass diese eben nicht anonym sondern pseudonym und obendrein extrem transparent ist, wurde ihnen nun zum Verhängnis.

Der Bitcoin ist nicht anonym sondern pseudonym

Die Adressen der Bitcoin-Wallets bestehen zwar aus einem kryptografisch verschlüsseltem Code, der an sich keinerlei Hinweis auf die Person zulässt, die sich dahinter verbirgt. Allerdings müssen Kryptowährungen irgendwann in Echtgeld umgetauscht werden. Nur so kann sich der Eigentümer von Bitcoin wirklich des Wertes bedienen, den die digitale Währung darstellt. Daher ist der Bitcoin genau genommen nicht anonym, sondern er ist pseudonym. 

Hinter der Wallet-Adresse kann man sich zwar gut verstecken und seine Identität verschleiern, nur was hilft das, wenn man den Wert, den die Bitcoin bedeuten, nicht in echte Währungen umtauschen und sich damit diesen Wertes bedienen kann? Herzlich wenig. Denn bisher konnten die meisten Nutzer mit Bitcoin oder anderen Kryptowährungen weder ihre Miete begleichen, noch ein Auto kaufen oder ein Steak im Restaurant bezahlen. Auf diesen zentralen Punkt zielen daher auch ein Großteil der Gesetze und Verordnungen, mit denen staatliche Institutionen versuchen, illegale Aktivitäten mit Kryptowährungen einzudämmen. Stichwort KYC = Know Your Customer. BISON ist daher gesetzlich verpflichtet, ausschließlich Nutzer zum Handel mit Coins zuzulassen, deren Identität eindeutig festgestellt wurde. Der Staat und seine Strafverfolgungsbehörden verlangen bei begründetem Verdacht Auskunft über die reale Person, die einer pseudonymen Adresse zugeordnet werden kann.

Die Meinung, Kryptowährungen hätten den Vorzug, vollständig anonyme Besitzverhältnisse und Transaktionen zu gewährleisten, führt also in die Irre. Sie entspricht nicht den realen technologischen Gegebenheiten.

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