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Was ist eigentlich… Bitcoin-Mining?

Der Begriff des Mining, auf deutsch „Schürfen“, hat sich fest in die Begriffswelt des Bitcoin und der Kryptowährungen eingeschrieben. Damit wurde eine Analogie aus dem Bergwerkswesen in die IT-Welt eingeführt. Das hier benutzte Bild beschreibt den eigentlich Vorgang allerdings ziemlich ungenau. Denn Bitcoin wird nicht wie ein Edelmetall gesucht und gefunden. Vielmehr werden die Betreiber von IT-Infrastruktur für ihre erbrachten Rechenleistungen mit Bitcoin belohnt.

Was viele glauben, was mit Mining des Bitcoin gemeint ist

In der Öffentlichkeit scheint sich inzwischen die Vorstellung zu verfestigen, dass es sich bei Bitcoin um eine geldwerte digitale Währung handelt, die man mit seinem eigenen Computer herstellen kann. Denn wie anders soll man Reportagen deuten, in denen über Mining-Farmen in Island, China oder Kanada berichtet wird. Darin ist die Rede von ganzen Fabrikhallen oder Stollensystemen, in denen tausende Rechner betrieben werden. Diese Maschinen laufen ohne Unterlass und scheinen, so wird angedeutet, Bitcoin auszurechnen. Und es geht ja weiter: Stimmt es, dass jeder seinen eigenen Rechner umfunktionieren kann, um damit Bitcoin zu schürfen? Wurde also endlich die legendäre Gelddruckmaschine für Zuhause erfunden? Die Antwort mag enttäuschen, denn sie lautet: Im Prinzip Ja, aber leider nicht wirklich. Zwar kann sich jeder an dem IT-Netzwerk der Bitcoin-Blockchain beteiligen. Man kann also theoretisch einen Miningrechner Zuhause betreiben. Jedoch damit haufenweise geldwerte Bitcoin „drucken“, das ist eher unwahrscheinlich.

Was Bitcoin-Mining eigentlich wirklich ist

Auf den speziell für die Aufgabe des Bitcoin-Minings ausgelegten Rechnern der Mining-Farmen wird kein Bitcoin berechnet. Vielmehr erhalten die Betreiber dieser Rechner eine festgelegte Anzahl an Bitcoin als Belohnung oder Vergütung für den Betrieb der Bitcoin-Blockchain.

Um zu verstehen, was auf Mining-PCs passiert, muss man etwas weiter ausholen und sich die Bitcoin-Technologie anschauen. Im Prinzip ist der Bitcoin keine irgendwie virtuelle Münze, sondern ein Bitcoin besteht vereinfacht ausgedrückt aus einem Eintrag in einer extrem verschlüsselten Datenbank, der Bitcoin-Blockchain. Dieser Eintrag dokumentiert eine Transaktion und besteht aus drei Informationen:

  • Die Wallet-Adresse des Bitcoin-Kontos des Absenders
  • Die Wallet-Adresse des Bitcoin-Kontos des Empfängers
  • Die Quantität der versendeten Bitcoin

Dieser Eintrag wird so verschlüsselt, dass er nicht mehr änderbar ist. Die Mining-Rechner bestätigen die Korrektheit der Transaktion auf der Basis kryptografischer Verfahren. Dann wird der Eintrag in einem Block der Bitcoin-Blockchain abgelegt.

Diese Blockchain ist eigentlich eine einzige Datenbank, eine Entität, die von allen Rechnern des Bitcoin-Netzwerks (den Minern) aktualisiert, geprüft und gegenseitig bestätigt wird. Alle Mining-Rechner, auch nodes (Knoten) genannt, arbeiten mit dieser einen identischen, nicht manipulierbaren Datenbank. Inzwischen ist sie 250 GB groß. Die Mining-Rechner arbeiten, um das Bitcoin-Netzwerk aufrechtzuerhalten, indem sie Transaktionen überprüfen, bestätigen und verschlüsseln. Dazu berechnen sie neue Blöcke, in denen die Transaktions-Informationen abgelegt und kryptografisch versiegelt werden. Für diese Arbeit, die Rechenleistung, erhalten sie eine Belohnung. Dieses Verfahren nennt man Proof-of-Work: Durch das Berechnen und Lösen komplexer kryptografischer Aufgaben wird bestätigt, dass die Tätigkeit tatsächlich ausgeführt wurde.

Miner erhalten Bitcoin als Vergütung für Rechenleistungen, allerdings immer weniger

Für jeden berechneten Block der Blockchain wird den Minern eine Anzahl von Bitcoin gutgeschrieben. Diese werden in dem Moment vom System neu erzeugt. Zu Beginn der Bitcoin-Blockchain waren es 50 BTC. Dieser Betrag sank nach 4 Jahren auf 25 Bitcoin, dann auf 12,5 BTC und seit 11. Mai 2020 sind es nur noch 6,25. Diese jeweilige Halbierung, auch Halving genannt, wird automatisch durch die Software des Bitcoin vollzogen, um die sich mit den Jahren immer weiter verbessernde Leistung der Rechner auszugleichen. Außerdem wird damit der Zuwachs an verfügbaren Bitcoin begrenzt. Eine Inflation durch eine im Prinzip unbegrenzte und de facto ständig zunehmende Geldmenge, ein Problem der analogen Geldwelt, soll damit eingedämmt werden.

Letztendlich ist das Mining also die Ausführung kryptografischer Rechenoperationen auf vernetzten Computern, um die Inhalte einer einzigen großen Datenbank fälschungssicher zu aktualisieren und festzuhalten. Diese Rechenoperationen erfordern Rechenpower, die sich physikalisch abbilden lassen: als Verbrauch von Strom, als clever konstruierte Chips und Festplatten.

Mining ist Arbeit von Rechenmaschinen. Diese Arbeit wird vergütet – mit Bitcoin.

Weltkarte regionale Verteilung Bitcoin Blockchain Nodes
Deutschland ist auf Rang 2 bei den Standorten für IT-Infrastruktur der Bitcoin-Blockchain.

Kann ich Zuhause Bitcoin “schürfen”?

Im Prinzip kann jeder einen Computer betreiben, der Teil des Bitcoin-Netzwerks ist und Dienstleistungen durch Rechenoperationen erbringt. Dazu muss die Bitcoin-Blockchain installiert werden und der Rechner muss vernetzt sein. Allerdings sollte man sich keine großen Hoffnungen machen, mit einem normalen PC irgendwie in die Nähe dessen zu kommen, was man benötigt, um Bitcoin für diese Leistung zu erhalten. Denn mit seinem Home-PC ist man nur ein sehr sehr kleines Licht in der Welt der Bitcoin-Miner. Gegen die Rechenpower der gigantischen Rechenzentren hat man sehr wahrscheinlich keine Chance. Man wird einen sehr langen Zeitraum benötigen, um einen Block zu finden, wofür es dann Bitcoin gäbe.

Links

Die komplett Software der Bitcoin-Blockchain steht hier um Download zur Verfügung: bitcoin.org/de/download

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