Was bedeutet das Bitcoin Halving 2020 für Kryptoanleger?

Bitcoin Halving Grafik

Die Bitcoin-Welt schaute gebannt auf das 3. Bitcoin Halving, das am 11. Mai um 21.21 Uhr MEZ vollzogen wurde Die „Halbierung“ betrifft die Betreiber der IT-Infrastruktur des Bitcoin. Nach dem Tag X, der alle 4 Jahre ansteht, erhalten sie nur noch die Hälfte der bisherigen Bitcoin für das Errechnen eines Blocks in der BTC-Blockchain. Was das BTC-Halving für Anleger bedeutet, wie es eigentlich funktioniert und was daraus für die Miner folgt, das alles in unserem folgenden Artikel.

So funktioniert die Technik des Bitcoin Halving

Der Bitcoin basiert auf einer Software, einem Programm. Dieses Programm steuert die Blockchain des Bitcoin. Die Blockchain kann man sich als informationstechnischer Laie als eine Art Datenbank vorstellen, wie man sie von dem Programm Excel kennt. Die Einträge in dieser Datenbank dokumentieren unter anderem Informationen über Transaktionen, die mit Bitcoin ausgeführt werden. Festgehalten werden die Menge der versendeten Bitcoin, die Adresse des Absenders dieser „Überweisung“ sowie die Adresse des Empfängers. Das Besondere an der Blockchain besteht in dem Umstand, dass die Einträge in der Datenbank zum einen bestätigt werden müssen und zum anderen nicht mehr verändert werden können. Die versendeten Bitcoin können also von dem Absender nicht ein zweites Mal versendet werden. Vor derartigen Manipulationen geschützt werden die Einträge in der Blockchain durch ziemlich komplizierte, kryptografische Rechenoperationen. Die Blockchain des Bitcoin besteht, wie der Name schon sagt, aus Informationsblöcken, die hintereinander gehängt werden. In diesen Blöcken befinden sich die Transaktions-Informationen.

 

Die Blockchain zu kontrollieren, sie aktuell zu halten und Informationseinheiten zu Blöcken zusammenzufassen, das ist die Aufgabe der Computer, aus denen das Bitcoin-Netzwerk besteht. Es handelt sich um tausende Rechner weltweit. Auf all diesen Systemen läuft die eine Bitcoin-Blockchain. Diese Computer, es handelt sich um Geräte mit speziell für diesen Zweck ausgestatteter Hardware, berechnen auf der Basis kryptografischer Verfahren die Verschlüsselung für neue Blöcke. In der Kryptowelt spricht man davon, dass die Computer neue Blöcke „finden“. Für diese Arbeit werden die Betreiber des IT-Netzwerkes belohnt. Für das Berechnen eines neuen Blocks, was aktuell etwa alle 10 Minuten passiert, wird eine festgelegte Anzahl von Bitcoin ausgezahlt. Diese Bitcoin werden in diesem Moment vom System erzeugt, indem sie an die Adresse des Miners überwiesen werden.

Wann war das letzte Bitcoin Halving?

Beim Halving dreht sich alles um die Anzahl der Bitcoin, die ein Miner erhält, wenn er einen neuen Block errechnet hat. Denn die Anzahl der ausgezahlten BTC wird nach Ablauf festgelegter Zeitabstände halbiert. Alle 210.000 Blöcke wird diese Halbierung von der Bitcoin-Software ausgelöst. In der Geschichte des Bitcoin hat die Halbierung der ausgeschütteten Belohnung bereits zwei Mal stattgefunden.

  • Gestartet ist das Bitcoin-Netzwerk mit einer Belohnung von 50 BTC im Januar 2009.
  • Am 28. November 2012 wurde dann das erste Halving vollzogen. Die Belohnung betrug danach also 25 BTC.
  • Das 2. Halving fand am 9. Juli 2016 statt. Die Belohnung pro errechnetem Block betrug danach 12,5 BTC
  • Das 3. Halving fand am 11. Mai 2020 statt. Die Belohnung beträgt nun nur noch 6,25 BTC.
  • Das 4. Halving wird für 2024 erwartet: 3,125 BTC.

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Warum ist das Halving in die Bitcoin-Blockchain eingebaut?

Die Sicherheit und der Betrieb des IT-Systems, das wir als Bitcoin kennen, beruht auf mathematischen Verfahren zur Verschlüsselung der darin dokumentierten Informationen. Es handelt sich dabei um die Anwendung kryptografischer Methoden. Es bedarf erheblicher Rechenleistung, ausgedrückt in der so genannten Hashrate, um diese mathematischen Operationen auszuführen. Hinzu kommt ein weiteres Phänomen der IT-Welt: Die Computer werden immer besser, immer schneller, immer leistungsfähiger. Diese Entwicklung wird in der Bitcoin-Software quasi vorweggenommen. Um zu verhindern, dass die Ver- und Entschlüsselung der Bitcoin-Blockchain durch den technologischen Fortschritt ausgehebelt wird, erhöht man die Schwierigkeit, neue Blöcke zu berechnen und an die Blockchain anzuhängen.

Was das Bitcoin Halving für Anleger bedeutet

Bei Anlegern, die Teile ihres Kapitals in BTC investiert haben und daher Bitcoin kaufen und Bitcoin handeln, wird das Halving vermutlich positiv aufgenommen. Denn der Preis des Bitcoin an den Handelsplätzen bildet sich allein nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Dadurch, dass die Menge der täglich neu hinzukommenden Bitcoin nun halbiert wird, kann das Angebot nicht mehr so schnell wachsen wie vor dem Halving. Insgesamt befinden sich, Stand Frühjahr 2020, etwa 19 Millionen Bitcoin in Umlauf. Die Bitcoin-Blockchain ist so programmiert, dass insgesamt 21 Mio Bitcoin „geschürft“ werden können. Das wird etwa bis in das Jahr 2040 dauern. Durch das Halving wird der Zuwachs an verfügbaren Bitcoin also langsamer vonstatten gehen.   Dieser Umstand hat vermutlich in der Vergangenheit dazu geführt, dass nach den ersten beiden Halvings teilweise schnelle und erhebliche Steigerungen beim Bitcoin-Kurs zu beobachten waren. Nur wenige Monate nach den Halvings erreichte der Bitcoin jeweils Allzeithochs. Viele Beobachter gehen daher davon aus, dass sich ein ähnliches Szenario nach dem Mai 2020 wiederholen wird. Allerdings gibt es auch gegenteilige Meinungen bzw. Spekulationen, dass neue Allzeithochs erst nach Monaten zu erwarten sind. Oder dass die Märkte dieses Halving bereits jetzt eingepreist haben. Wie auch immer, fest steht: Die Menge der zuwachsenden Bitcoin wird vermindert.
Grafik Halving Bitcoin und Kursentwicklung
Stand Grafik: April 2020

Der Bitcoin und die so genannte Stock-to-Flow-Rate - im Vergleich zu Gold

Die Faszination der Menschen für Edelmetalle hat sich tief in die DNA der globalen Zivilisation eingebrannt. So primitiv alte Kulturen nach heutigen Maßstäben gewesen sein mögen, die Anziehungskraft, die Gold und Silber auf sie ausgeübt haben, verbindet uns mit ihnen über alle Zeiten hinweg. Ob vor 7.000 Jahren im bulgarischen Varna, dem ältesten bisher lokalisierten Goldfund, oder dem Run auf das Edelmetall nach der Finanzkrise 2008 – die Menschen verlangen nach einem Wertspeicher, der möglichst sicher und wenig volatil ist. Gold erfüllt diese Bedingungen im Wesentlichen aus zwei Gründen:
  1. Gold lässt sich relativ einfach horten und transportieren. 1 kg Gold hat einen Wert von etwa 35.000 Euro und etwa die Größe eines halben Stück Butter.
  2. Die Menge des Goldes an sich ist begrenzt. Etwa 187.000 Tonnen Gold soll es weltweit geben.
Allerdings kommt immer noch etwas Gold zu dieser Gesamtmenge hinzu. Allein 2016 wurden über 3.000 Tonnen neu gefördert. Damit erhöht sich die Goldmenge jährlich um etwa 1,5 %. Dieses so genannte Stock-to-Flow-Verhältnis, also das Verhältnis zwischen aktuell vorhandener Menge und dem neuen Zufluss dazu, ist ein Faktor in der Preisentwicklung des Edelmetalls. Das klassische Gesetz einer stabilen Nachfrage, die auf ein begrenztes, nur langsam wachsendes Angebot trifft, kann man beim Gold in Reinkultur beobachten. Das Interessante ist nun: Auch der Bitcoin verfügt über ein Stock-to-Flow-Verhältnis. In einer Analyse, die Volkswirtschaftler der Bayerischen Landesbank im September 2019 veröffentlicht haben, wird offensichtlich, dass der Bitcoin dem Wertspeicher Gold nach dem Halving in Bezug auf die Stock-to-Flow-Rate den Rang ablaufen wird. In anderen Worten urteilen die Volkswirtschaftler der Bayerischen Landesbank: „Bitcoin wurde konzipiert, um noch härter als Gold zu sein.“

Was das Bitcoin Halving für das Blockchain-Netzwerk bedeutet

Aktuell wird in Bitcoin-Fachkreisen diskutiert, inwiefern sich das 3. Halving auf die Motivation der Betreiber des Bitcoin-IT-Netzwerkes auswirken wird, ihre Infrastruktur weiter zu betreiben. Denn nach dem Halving erhalten sie ja nur noch die Hälfte ihrer bisherigen Belohnung. Da allerdings die Kosten für den Betrieb der IT-Infrastruktur gleich bleiben, könnte das zu einem Problem werden. Ob Teile der Infrastruktur, die für das Funktionieren des Bitcoin an sich unbedingt erforderlich ist, abgeschaltet wird, ist unklar. Einige vermuten, dass sich die Betreiber dann einen Teil der Kosten über einer Erhöhung der Transaktionsgebühren wieder reinholen werden.

Die Sicherheit und der Betrieb des IT-Systems, das wir als Bitcoin kennen, beruht auf mathematischen Verfahren zur Verschlüsselung der darin dokumentierten Informationen. Es handelt sich dabei um die Anwendung kryptografischer Methoden. Es bedarf erheblicher Rechenleistung, ausgedrückt in der so genannten Hashrate, um diese mathematischen Operationen auszuführen. Hinzu kommt ein weiteres Phänomen der IT-Welt: Die Computer werden immer besser, immer schneller, immer leistungsfähiger. Diese Entwicklung wird in der Bitcoin-Software quasi vorweggenommen. Um zu verhindern, dass die Ver- und Entschlüsselung der Bitcoin-Blockchain durch den technologischen Fortschritt ausgehebelt wird, erhöht man die Schwierigkeit, neue Blöcke zu berechnen und an die Blockchain anzuhängen.

 

Stand: Mai 2020

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