Was sind Stablecoins?

Das Wesentliche in Kürze

  • Stablecoins sind Kryptowährungen, die an den Wert einer stabilen Vermögenseinheit (z. B. US-Dollar, Euro oder Gold) gekoppelt sind, um Preisschwankungen zu vermeiden.
  • Die bekanntesten Stablecoins sind Tether (USDT), USD Coin (USDC) und DAI.
  • Es gibt verschiedene Arten von Stablecoins: fiat-besicherte, krypto-besicherte und algorithmische Stablecoins.
  • Stablecoins spielen eine zentrale Rolle im DeFi-Sektor (Decentralized Finance), da sie den Kryptohandel erleichtern und als stabiler Wertspeicher dienen.
  • Trotz der Stabilität gibt es Risiken, darunter regulatorische Unsicherheiten und die Frage der Reservedeckung.

Was sind Stablecoins?

Stablecoins sind eine spezielle Form von Kryptowährungen, die entwickelt wurden, um die hohe Volatilität traditioneller Krypto-Assets wie Bitcoin oder Altcoins wie Ethereum zu umgehen. Sie sind in der Regel an den Wert einer Fiat-Währung (z. B. US-Dollar) oder anderer Vermögenswerte (z. B. Gold) gekoppelt, wodurch sie eine konstante Preisstabilität bieten.
Deshalb sind Stablecoins besonders beliebt für den Kryptohandel und Peer-to-Peer-Transaktionen sowie als Wertspeicher in volatilen Märkten.

 

Arten von Stablecoins

  1. Stablecoins lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen:Fiat-besicherte Stablecoins: Diese sind 1:1 an eine Fiat-Währung gekoppelt und werden durch Reserven gedeckt.
    Beispiele: Tether (USDT), USD Coin (USDC), TrueUSD (TUSD)
  2. Krypto-besicherte Stablecoins: Sie sind durch andere Kryptowährungen gedeckt und nutzen Smart Contracts zur Absicherung.Beispiele: DAI (besichert durch Ethereum), sUSD
  3. Algorithmische Stablecoins: Sie basieren nicht auf Sicherheiten, sondern auf Algorithmen und Smart Contracts, die das Angebot dynamisch anpassen.Beispiele: TerraUSD (UST, inzwischen gescheitert), FRAX

 

Liste bekannter Stablecoins

Hier sind einige der bekanntesten Stablecoins, die derzeit im Umlauf sind:

  • Tether (USDT) – Der am weitesten verbreitete Stablecoin, gedeckt durch Fiat-Reserven.
  • USD Coin (USDC) – Ein von Circle und Coinbase herausgegebener Stablecoin mit vollständiger Transparenz, basierend auf dem US-Dollar.
  • DAI – Ein dezentralisierter, krypto-besicherter Stablecoin, der auf Ethereum basiert.
  • TrueUSD (TUSD) – Ein fiat-besicherter Stablecoin mit regelmäßigen Audits.
  • Pax Dollar (USDP) – Ein regulierter Stablecoin, früher als Paxos Standard bekannt.
  • Binance USD (BUSD) – Ein von Binance ausgegebener, fiat-besicherter Stablecoin.
  • FRAX – Ein algorithmischer Stablecoin mit teilweiser Sicherung.
  • sUSD – Ein krypto-besicherter Stablecoin, der Teil des Synthetix-Ökosystems ist.

Bedeutung von Stablecoins und regulatorische Aspekte

Stablecoins sind ein essenzieller Bestandteil des Krypto-Ökosystems, da sie eine Brücke zwischen dem traditionellen Finanzsystemen und digitalen Vermögenswerten schlagen. In der Europäischen Union werden Stablecoins unter der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCAR) reguliert, um mehr Transparenz und Anlegerschutz zu gewährleisten.

Wichtige regulatorische Anforderungen unter MiCAR:

  • Stablecoin-Emittenten müssen nachweisen, dass ihre Token durch ausreichende Reserven gedeckt sind.
  • Regelmäßige Berichterstattung und Transparenzanforderungen gelten für alle zugelassenen Stablecoins.
  • Algorithmische Stablecoins fallen nicht unter die Definition von E-Geld-Tokens und müssen spezifische Anforderungen erfüllen.
  • Unternehmen, die Stablecoins anbieten, benötigen eine Registrierung und Lizenzierung durch die zuständigen Behörden, wie beispielsweise die BaFin in Deutschland.

Diese Maßnahmen sollen das Vertrauen in den Markt stärken und das Risiko von Liquiditätsproblemen oder unzureichender Deckung reduzieren.

 

 

Stablecoins vs. Altcoins – Was ist der Unterschied?

Merkmal Stablecoins Altcoins
Definition Kryptowährungen mit stabiler Wertbindung Alternative Kryptowährungen neben Bitcoin
Wertentwicklung Geringe Volatilität, meist 1:1 an Fiat-Währungen gekoppelt Hohe Volatilität, starke Preisschwankungen
Beispiele Tether (USDT), USD Coin (USDC), DAI Ethereum (ETH), Cardano (ADA), Solana (SOL)
Einsatzgebiet Sicherer Wertspeicher, Handelsmedium Smart Contracts, dApps, Zahlungen
Ziel Stabilität im Kryptomarkt sicherstellen Innovation und Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie

Risiken und Herausforderungen von Stablecoins

Trotz ihrer Vorteile bergen Stablecoins auch gewisse Risiken:

  • Regulatorische Unsicherheit: Während die EU mit der MiCAR-Verordnung eine klare Regulierung entwickelt hat, gibt es in anderen Regionen noch Unsicherheiten.
  • Reservedeckung: Anleger sollten sich vergewissern, dass ein Stablecoin tatsächlich durch ausreichende Reserven gedeckt ist.
  • Algorithmische Stablecoins: Die Instabilität von TerraUSD (UST) hat gezeigt, dass algorithmische Modelle ohne ausreichende Sicherheiten riskant sein können.
  • Zentralisierung: Viele Stablecoins werden von zentralisierten, privaten Unternehmen kontrolliert, was zu einem Ausfallrisiko führen kann, falls das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät.
Quellen

Investopedia „What’s the Difference Between a Long and Short Position in the Market?“ [Online]. Verfügbar unter: https://www.investopedia.com/ask/answers/100314/whats-difference-between-long-and-short-position-market.asp [last accessed on February 14, 2024].

Corporate Finance Institute „Long and Short Positions“ [Online]. Verfügbar unter: https://corporatefinanceinstitute.com/resources/career-map/sell-side/capital-markets/long-and-short-positions/ [last accessed on February 14, 2024].

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